Ausstellungsdokumentation St.Peter Kunststation – Motoi Yamamoto
In der Kunststation gibt es Salz. Nein, keine Christen (von ihnen sagt Jesus, sie seien das Salz der Erde) sondern Kunst aus Salz. Über die Hintergründe der Ausstellung gibt es einen kurzen Artikel auf der Kunststation-Seite. Motoi betreibt auch eine eigene Webside. Mir hat der Besuch der Asiaten sehr gut gefallen. Von Tabla spielenden Japanern kenne ich diese gewisse fast schon maschinenhafte Disziplin und Konzentration, die ich auch bei Motoi bewundern konnte, während er tagelang seine Knie auf dem Kirchenfußboden aufgescheuert hat, dabei sein strenges Labyrinth aus Salz auslegend. Die Ausstellung ist ein Tip von mir, noch zu sehen bis zum 6. Juni. Während ich natürlich viele Bilder von der Arbeitsweise des Künstlers gemacht habe, zeige ich hier nur eine Auswahl an Objektdetails. Oder, vielleicht doch auch ein Portrait?
Ausstellungsdokumentation Lab[au] – Kunststation Sankt Peter
Noch bis zum 12.02. ist in der Kunststation Sankt Peter eine interessante Installation von Lab[au] aus Brüssel zu sehen. Ich will jetzt nicht in die Tiefen der Bedeutungsebene der Ausstellung gehen. Wer daran interessiert ist, kann sich hier einen kurzen Radiobeitrag des WDR mit dem Kuratoren Kai Kullen anhören. Einfach bis zum Beitrag “Bild und Kult ohne Bild” scrollen.
Ich fotografiere sehr gerne in Sankt Peter, weil diese Kirche auf eine unglaublich schmeichelnde Art reduziert und beruhigt ist. Keine Statuen, keine Farbakzente, Monochromie pur. Selbst die Bestuhlung ist abgebaut, wenn es nicht gerade eine geistliche Veranstaltung gibt.
Diese Ausstellung war ziemlich spannend zu fotografieren, da ich es mit teilweise extremen Helligkeitsunterschieden und engen Räumen zu tun hatte. Nun, das ist natürlich andererseits auch keine Seltenheit ; )
August Sander – Köln wie es war
Wir Kölner sind echt gesegnet diesen Herbst mit interessanten Fotoausstellungen. Darum hier mein nächster Hinweis.
Das Kölnische Stadtmuseum zeigt vom 28.November bis zum 7.Februar 2010 Fotografien von August Sander. In seinem Mappenwerk „Köln wie es war“ erarbeitete er zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg ein Stadtportrait unserer schönen Heimat. Ich selbst habe die Bilder noch nicht gesehen, bin aber überzeugt, dass die Ausstellung ultrainteressant sein wird und schaue sie mir auf jeden Fall an.
Boris Becker in der SK-Stiftung Kultur
Ich freue mich, heute eine Ausstellung bei mir um die Ecke vorstellen zu können von einem meiner meist geschätzten Fotografen: Boris Becker. Ich kann mich noch erinnern als ich, ich glaub ich war gerade Student geworden, das erste mal etwas von Boris Becker mitbekommen habe. Es war damals ein Plakatartiger Hinweis auf eine Werkserie von ihm. Die Aufschrift lautete: Boris Becker – Felder. Und ich dachte damals wirklich: ” Wie, hat jetzt Boris Becker Tennisfelder fotografiert, oder was?” Glücklicherweise habe ich dann herausgefunden, dass es sich um einen anderen handelt, der sich nicht dem Ball, sondern der fotografischen Kunst verpflichtet hat. Sein Bildband Territorien ist heute noch ein fester Bestandteil meines Buchregals. Ich empfehle die Ausstellung jedem, der mit der deutschen Fotografie und dem Becher-Wirkungsfaktor sympathisiert.
Wohnhaus, 1992
© Boris Becker; VG Bild-Kunst, Bonn, 2009










