Fotograf in Köln // Architektur, Menschen und Religion

Architekurfotografie: Der Rheinauhafen – Fremdkörper oder Neues Zentrum?

Bei der Einordnung des Rheinauhafens in meine persönliche Mindmap der Stadt Köln treten immer wieder Unklarheiten und Fragen auf. Mit dieser Angelegenheit habe ich wirklich zu ringen. Der Rheinauhafen: aus meiner Erinnerung ein Areal, in dem es eine widerspenstige Szene gab, die klar mit dem Kunsthaus Rhenania verbunden war. Oder wer erinnert sich noch an die Galerie am Nil? Na ja, und dann das Siebengiebelhaus, eine Art Geisterstadt für sich, die modernden, mystischen Geruch verbreitete.
Die Stadtplaner, Bauherren und Investoren haben zugeschlagen und ein ganzes Hafenareal kuzerhand umgewühlt und auf den Kopf gestellt. Das traurige ist dabei nur, dass in Köln mal wieder alles am Dom hängenbleibt. Die Architektur, die dort realisiert wurde ist modern, ästhetisch, abwechslungsreich, ja, sie ist sogar utopisch und dennoch: einfach enttäuschend, nicht ausreichend. Und was macht Köln damit? Es vorzeigen oder integieren? Mir kommt der neue Stadtteil eher wie ein kleines Düsseldorf mitten in Köln vor, wie eine Parallelgesellschaft, die sich hier ganz gut eingerichtet hat, aber nie so richtig ein Teil von uns werden wollte.

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