Idylle 2010
Der Ausdruck Idyll bezeichnet heute harmonisch verklärtes ländliches Leben. Man meint damit meist ein Bild oder einen Zustand, das auf den Betrachter beschaulich und friedlich wirkt. Das Wort stammt vom Griechischen eidyllion und bedeutet ursprünglich „kleines, eigenständiges Gedicht“, oder „Bildchen“. Gestellte reizvolle Landschaftsaufnahmen, die häufig Burgen, Schlösser und einprägsame Naturobjekte oder Kulturlandschaften bildlich oder graphisch darstellen, bei denen störende Objekte retuschiert werden, werden als Postkartenidylle bezeichnet.
Zur literarischen Idylle gehört der Topos des locus amoenus, des lieblichen Ortes, oft an einem abgelegenen Quell oder in einem ruhigen Hain gelegen. Eng verbunden ist die Idylle mit der Vorstellung von Arkadien, einem Ort jenseits aller gesellschaftlichen Zwänge.
So etwas zu finden ist ja, je nach Definition, der Job eines Bildsuchenden Fotografen. Einige mag der Begriff abschrecken, aber meine Energie investiere ich oft darein, inmitten des visuellen Überangebots der sinnlich wahrnehmbaren Welt eine Schneise zu brechen und den Blick auf ein Idyll freizusetzen. Ich wünsche mir und euch, dass dies in Zukunft zu unser aller Profit immer öfter und besser gelingt.
