Ausstellungsdokumentation St.Peter Kunststation – Motoi Yamamoto
In der Kunststation gibt es Salz. Nein, keine Christen (von ihnen sagt Jesus, sie seien das Salz der Erde) sondern Kunst aus Salz. Über die Hintergründe der Ausstellung gibt es einen kurzen Artikel auf der Kunststation-Seite. Motoi betreibt auch eine eigene Webside. Mir hat der Besuch der Asiaten sehr gut gefallen. Von Tabla spielenden Japanern kenne ich diese gewisse fast schon maschinenhafte Disziplin und Konzentration, die ich auch bei Motoi bewundern konnte, während er tagelang seine Knie auf dem Kirchenfußboden aufgescheuert hat, dabei sein strenges Labyrinth aus Salz auslegend. Die Ausstellung ist ein Tip von mir, noch zu sehen bis zum 6. Juni. Während ich natürlich viele Bilder von der Arbeitsweise des Künstlers gemacht habe, zeige ich hier nur eine Auswahl an Objektdetails. Oder, vielleicht doch auch ein Portrait?
Nachts in dunklen Gassen…
…findet man manchmal auch ein Licht. Ich habe es immer schon geliebt, besonders während oder nach der Dämmerung durch urbane Räume lust zu wandeln, meiner Einsamkeit anzuhängen, und mich der optischen Anziehungskraft von erleuchteten Fenstern hinzugeben. Stets öffnet sich ein weiter Raum an Spekulationen, was für ein Leben sich dahinter verbergen mag. Ist es eine glückliche Familie, die sich dort ein Zuhause gebaut hat, ist es, dass dort jemand am Schreibtisch sitzt und arbeitet, streitet sich vielleicht ein Ehepaar? In jedem Fall wird deutlich, wie sehr Menschen es nötig haben, eine Höhle zu beziehen, ein Nest zu bauen, irgendeinen Raum zu finden, der Ihnen Schutz vor der Welt bietet.
Ausstellungsdokumentation Lab[au] – Kunststation Sankt Peter
Noch bis zum 12.02. ist in der Kunststation Sankt Peter eine interessante Installation von Lab[au] aus Brüssel zu sehen. Ich will jetzt nicht in die Tiefen der Bedeutungsebene der Ausstellung gehen. Wer daran interessiert ist, kann sich hier einen kurzen Radiobeitrag des WDR mit dem Kuratoren Kai Kullen anhören. Einfach bis zum Beitrag “Bild und Kult ohne Bild” scrollen.
Ich fotografiere sehr gerne in Sankt Peter, weil diese Kirche auf eine unglaublich schmeichelnde Art reduziert und beruhigt ist. Keine Statuen, keine Farbakzente, Monochromie pur. Selbst die Bestuhlung ist abgebaut, wenn es nicht gerade eine geistliche Veranstaltung gibt.
Diese Ausstellung war ziemlich spannend zu fotografieren, da ich es mit teilweise extremen Helligkeitsunterschieden und engen Räumen zu tun hatte. Nun, das ist natürlich andererseits auch keine Seltenheit ; )
Idylle 2010
Der Ausdruck Idyll bezeichnet heute harmonisch verklärtes ländliches Leben. Man meint damit meist ein Bild oder einen Zustand, das auf den Betrachter beschaulich und friedlich wirkt. Das Wort stammt vom Griechischen eidyllion und bedeutet ursprünglich „kleines, eigenständiges Gedicht“, oder „Bildchen“. Gestellte reizvolle Landschaftsaufnahmen, die häufig Burgen, Schlösser und einprägsame Naturobjekte oder Kulturlandschaften bildlich oder graphisch darstellen, bei denen störende Objekte retuschiert werden, werden als Postkartenidylle bezeichnet.
Zur literarischen Idylle gehört der Topos des locus amoenus, des lieblichen Ortes, oft an einem abgelegenen Quell oder in einem ruhigen Hain gelegen. Eng verbunden ist die Idylle mit der Vorstellung von Arkadien, einem Ort jenseits aller gesellschaftlichen Zwänge.
So etwas zu finden ist ja, je nach Definition, der Job eines Bildsuchenden Fotografen. Einige mag der Begriff abschrecken, aber meine Energie investiere ich oft darein, inmitten des visuellen Überangebots der sinnlich wahrnehmbaren Welt eine Schneise zu brechen und den Blick auf ein Idyll freizusetzen. Ich wünsche mir und euch, dass dies in Zukunft zu unser aller Profit immer öfter und besser gelingt.
August Sander – Köln wie es war
Wir Kölner sind echt gesegnet diesen Herbst mit interessanten Fotoausstellungen. Darum hier mein nächster Hinweis.
Das Kölnische Stadtmuseum zeigt vom 28.November bis zum 7.Februar 2010 Fotografien von August Sander. In seinem Mappenwerk „Köln wie es war“ erarbeitete er zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg ein Stadtportrait unserer schönen Heimat. Ich selbst habe die Bilder noch nicht gesehen, bin aber überzeugt, dass die Ausstellung ultrainteressant sein wird und schaue sie mir auf jeden Fall an.
Boris Becker in der SK-Stiftung Kultur
Ich freue mich, heute eine Ausstellung bei mir um die Ecke vorstellen zu können von einem meiner meist geschätzten Fotografen: Boris Becker. Ich kann mich noch erinnern als ich, ich glaub ich war gerade Student geworden, das erste mal etwas von Boris Becker mitbekommen habe. Es war damals ein Plakatartiger Hinweis auf eine Werkserie von ihm. Die Aufschrift lautete: Boris Becker – Felder. Und ich dachte damals wirklich: ” Wie, hat jetzt Boris Becker Tennisfelder fotografiert, oder was?” Glücklicherweise habe ich dann herausgefunden, dass es sich um einen anderen handelt, der sich nicht dem Ball, sondern der fotografischen Kunst verpflichtet hat. Sein Bildband Territorien ist heute noch ein fester Bestandteil meines Buchregals. Ich empfehle die Ausstellung jedem, der mit der deutschen Fotografie und dem Becher-Wirkungsfaktor sympathisiert.
Wohnhaus, 1992
© Boris Becker; VG Bild-Kunst, Bonn, 2009
DON´T WORRY
Sankt Peter ist eine in den Jahren 1513 bis 1525 errichtete gotische Kirche in Köln, die von Jesuiten geleitet wird. Sie ist die Taufkirche von Peter Paul Rubens. Die Kirche beherbergt die Kunst-Station, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur.
Die Kunst-Station als Zentrum für zeitgenössische Kunst wurde 1987 von Friedhelm Mennekes SJ gegründet. Seitdem finden hier Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Konzerte Neuer Musik statt, seit 2007 auch vermehrt Lesungen zeitgenössischer Literatur. Der neu gestaltete Sakralraum mit seinem Charakter der Leere bietet die Gelegenheit für eine gezielte Inszenierung der temporär installierten oder aufgebauten Kunstwerke. Die Disposition der beiden Orgeln eignen sich für moderne Musikstücke. Zwischen 2004 und 2008 wurden in St. Peter rund 90 zeitgenössische Orgelwerke aufgeführt, darunter ein Drittel Uraufführungen. Hinzu kommen regelmäßige Orgelimprovisationen sowie Ensemblewerke zeitgenössischer Musik. In dieser Dichte bildet St. Peter ein herausragendes Zentrum für die Aufführung zeitgenössischer, avantgardistischer Musik.
Hier ist der Monolith von Simon Ungers installiert.
Kölnturm
Der KölnTurm wurde in zweieinhalb Jahren, vom 1. Juni 1999 bis 21. November 2001 im Kölner Mediapark gebaut. Das Gebäudeensemble im Stadtteil Köln-Neustadt-Nord soll die Stadt Köln als Medienstandort aufwerten und Unternehmen aus der Branche Büro-, Kongress- und Konferenzräume bieten.
Das Stahlbetongebäude entstand in Zusammenarbeit zwischen dem 2006 aufgelösten Architektenbüro Kohl & Kohl und dem Pariser Architekten Jean Nouvel. Es enthält einen tragenden Mittelkern und zum Rand der einzelnen Geschosse hin Pendelstützen. Ein 18 Meter hoher Sendemast bildet den oberen Abschluss des in drei verschiedene Grundrissbereiche aufgeteilten Turms.
Insgesamt hat der Turm 43 Stockwerke, die durch sechs Aufzüge mit einer Geschwindigkeit von 5 Meter pro Sekunde erreicht werden können.
Die Glasfassade des Gebäudes wurde mit einer neuartigen Technik gestaltet, um einen reflektierenden Effekt zu erreichen: Je nach Lichteinstrahlung changieren die im Siebdruckverfahren aufgebrachten und eingebrannten Bilder in Farbe und Form. Als Motive wurde der Kölner Dom und die Silhouette der Kölner Altstadt mit bewölktem Himmel gewählt.
Europas größte Wärmepumpensiedlung in Köln-Niehl
Die GAG Immobilien AG, mit rund 42.000 Wohnungen und rund 100.000 Mietern Kölns größte Wohnungsgesellschaft, errichtet rund 400 Wohnungen und Häuser auf dem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl.
Die Siedlung Niehler WohnArt ist das bisher größte Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung in Europa. Alle Wohnungen und Einfamilienhäuser werden mit Umweltwärme versorgt werden. Das senkt die Kosten für die Heizungs- und Warmwasseraufbereitung deutlich und davon sollen nach der Fertigstellung Ende 2010 rund 800 bis 1.000 neue Bewohner profitieren, erläuterte GAG-Vorstandsmitglied Günter Ott.
Damit Erdwärme von den Bürgern im Land einfacher nutzbar wird, hat die Landesregierung NRW die Potenzialstudie Geothermie NRW für das oberflächennahe Erdwärmepotenzial beim Geologischen Dienst NRW in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden auf einer CD-Rom veröffentlicht. Ergänzend hierzu bietet der Geologische Dienst NRW einen kostenlosen Standortcheck für jedes Grundstück in NRW über das Internet sowie eine kostenpflichtige detaillierte geologisch-geothermische Stellungnahme an. Konkret bedeutet dies, dass nun jeder bei einem Neubau oder auch beim Austausch einer Heizungsanlage im Internet unter http://www.geothermie.nrw.de sofort prüfen kann, ob und mit welchem System sich die Nutzung von Erdwärme lohnt und ob sie überhaupt verwendet werden darf. Dieses Informationsangebot ist bundesweit einmalig.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW
Rheinkai – modernes Wohnen direkt am Rheinufer
Rheinkai – das ist der schöne und treffende Name für eine moderne Wohnimmobilie, die letztes Jahr direkt an der neuen Uferpromenade in Köln-Mülheim errichtet wurde. Der Blick, den die Bewohner dort haben ist fast unschlagbar für Kölner Verhältnisse, befindet sich doch auf der gegenüberliegenden Rheinseite die Aue mit Sandstränden und üppiger Natur. Die Firma Bauwens realisierte diese Anlage, die von den SchulteArchitekten geplant wurde.
Sie lässt mich nicht los – Lanxessarena III.
Neulich ist mir auf einem Fototrip diese Ansicht vor die Linse gekommen, und da konnte ich nicht widerstehen.
LANXESS arena
Eigentlich bin ich kein großer Fan der LANXESS arena. Erst recht nicht, seit sie so heisst.
Je nach Witterung und Perspektive macht sie allerdings doch was her!
Das oberste Bild habe ich aus mehreren Belichtungen zusammengebaut, da sonst der Himmel dem Gebäude nichts mehr entgegenzusetzen gehabt hätte.
Die LANXESS arena war bis zum 31. Mai 2008 die Kölnarena. Sie ist eine Multifunktionshalle.
Mit bis zu 20.000 Plätzen und 83.700 Quadratmetern Nutzfläche können große Events realisiert werden. Veranstaltungen wie Sport, Konzerte, Musicals, Kongresse oder Tagungen. Es gibt sogar eine abdeckbare Eisfläche. Die Halle ist Spielort des Eishockeyclubs Kölner Haie.
Erbaut wurde die LANXESS arena in den Jahren 1996 bis 1998 nach dem Entwurf des Architekturbüros Peter Böhm.





































